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We proudly present: Ligatus Geschäftsführer Patrik Schwanecke.

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24. November 2016 von Brigitte Bertling

In einem zweiteiligen Interview, das exklusiv auf unserem Blog erscheint, steht der neue erste Mann den Fragen der Journalistin Sandra Goetz Rede und Antwort.

Teil I

„Mit Mobile, Native und Programmatic im Fokus machen wir unsere Pflicht zur Kür“ – Patrik Schwanecke

Seit dem 1. Oktober ist ein waschechter Kölner neuer Geschäftsführer DACH bei Ligatus, Patrik Schwanecke. Der 35-Jährige, der seinen Geburtstag auf der letzten dmexco feierte, hat klare Ziele und eine großartige Vision, um das Profil von Ligatus tiefer zu schärfen und Europas führendes Native- und Performance Netzwerk höher zu pushen.

Frage: Patrik, seit Anfang Oktober 2016 bist du an Bord. Wie fühlt es sich an, in der Heimatstadt zu arbeiten?

Patrik Schwanecke: Großartig! Ich freue mich sehr, nach vielen Jahren wieder direkt in Köln in einem tollen Unternehmen mit exzellenten Kollegen arbeiten zu können.

Frage: … welches dir ja nicht ganz fremd ist, denn Ligatus ist eine Tochter von Gruner+Jahr.

Patrik Schwanecke: Richtig. Bei Gruner+Jahr war ich insgesamt sieben Jahre tätig. Zuletzt in der Position des Head of Key Account Management Digital in Düsseldorf, wo ich auch die Büroleitung für den digitalen Bereich übernommen habe. Danach ging ich für eineinhalb Jahre nach Dublin, wo ich als Head of Traditional Media Agencies für Google gearbeitet habe.

Frage: Dein Ausbildungsweg ist auch im Bereich „Digital“ eher ungewöhnlich. Du hast in der Werbung angefangen, einen dualen Ausbildungsweg gemacht …?

Patrik Schwanecke: Nach dem Abitur habe ich eine Ausbildung zum Werbekaufmann am Joseph-DuMont-Berufskolleg absolviert und danach ein berufsbegleitendes Studium an der WAK Westdeutsche Akademie für Kommunikation dran gehängt.

Frage: Was waren deine Schwerpunkte?

Patrik Schwanecke: Betriebswirtschaft und Kommunikation. Die duale Ausbildung war sehr gut, aber auch ein wenig anstrengend. Bereut habe ich das allerdings nie, es hat sich wirklich gelohnt, diesen Weg zu gehen. An Kommunikation habe ich ein intrinsisches Interesse. Die richtige Kommunikation hilft nicht nur im Beruf sondern in allen Lebenslagen.

Frage: Es gibt den berühmten Sprung ins kalte Wasser. Wie sah deiner aus?

Patrik Schwanecke: Da war ich noch bei Ströer als Mediaberater unterwegs – neben meinem Studium, und habe die OMD Online Marketing Düsseldorf – die Vorgänger Messe der dmexco besucht. Ich wollte verstehen, wie digitales Marketing funktioniert, mir das erklären lassen.

Frage: Und?

Patrik Schwanecke: Um ehrlich zu sein gab es zum damaligen Zeitpunkt niemanden, der in der Lage war, digitale Unternehmen und Geschäfte in einfachen Worten für jemanden zu erklären, der neu in dem Metier war und die digitale Sprache nicht kannte.

Frage: … die ja auch viele Worthülsen produziert hat, oder?

Patrik Schwanecke: Das hat viel mit Kommunikation zu tun. Ich finde, dass man auch komplexe Sachverhalte einfach darstellen muss. Das ist damals nicht gelungen. Vielleicht habe ich auch nicht die richtigen Fragen gestellt. Jedenfalls war ich erst einmal geschockt und dachte, dass ich es nie schaffen werde, mich in diese Welt reinzuarbeiten. – Die Verunsicherung hat aber nicht lange angehalten … (lacht)

Frage: Und irgendwann hat dich das Performance-Fieber gepackt?

Patrik Schwanecke: So kann man es sagen. Primär habe ich viele Jahre im Branding-Bereich gearbeitet aber Performance begann mich immer mehr zu interessieren.

Frage: Und dann kam Dublin?

Patrik Schwanecke: Ja, ich wollte schon immer mal ins Ausland, hatte bei Gruner+Jahr schon viel erreicht und deswegen die Gelegenheit wahr genommen, zu Google nach Dublin zu gehen und nebenbei irische Luft zu schnuppern. Allerdings habe ich dann auch dort vornehmlich Brand verantwortet. Unter anderem ging es darum, das Branding Business von You Tube auszubauen. Das war sehr spannend.

Frage: Für Ligatus bist du zurück nach Köln gegangen. Du hast dir den Ausbau von Programmatic und Native auf die Fahne geschrieben. Was genau hast du vor?

Patrik Schwanecke: Zum einen möchte ich, dass wir die Zusammenarbeit mit den Agenturen intensivieren. Dazu zählen ebenso die Trading Desks der Agenturen, für die wir unser Inventar verfügbar machen wollen. Zum anderen werden wir uns auf der Publisher Seite weiter auf Native Placements fokussieren und schauen, ob wir nicht an dem ein oder anderen Pitch teilnehmen um weitere Kunden zu gewinnen. Vorausgesetzt, sie passen zu unserer Positionierung.

Frage: Wir kommen zu UK, der ewige Referenzmarkt in Europa. Wie schätzt du den deutschen Programmatic Markt im Vergleich ein?

Patrik Schwanecke: Traditionell ist UK weiter, dort werden schon 70 Prozent programmatisch eingebucht; wir liegen in der Entwicklung etwa 6 Monate zurück.

Frage: Wie sieht das bei Brand aus?

Patrik Schwanecke: 30 Prozent, d.h. 1/3 werden in UK im Bereich Brand – und hier vor allem Video – programmatisch abgewickelt. Das ist dort bereits ein Riesenthema auf der Buchungsseite. Das inhaltliche Programmatic Wachstum liegt bei über 50 Prozent.

Frage: 50+ Prozent sind eine klare Ansage. Welche Bereiche sind hier besonders hervorzuheben?

Patrik Schwanecke: Mobile, Video und Content Promotion.

Frage: Welche Themen werden programmatisch eingebucht, nicht alles verkauft sich gleich gut?

Patrik Schwanecke: Display wird zum Großteil programmatisch eingebucht. Im Bereich Video und Content Promotion stehen wir in Deutschland noch am Anfang …

Frage: Und worauf legst du bei Ligatus den inhaltlichen Schwerpunkt?

Patrik Schwanecke: Auf Mobile, Native und Programmatic. Diese Bereiche sind nicht allein Pflicht, sondern ebenso unsere Kür.

Teil II des Interviews mit Patrik Schwanecke veröffentlichen wir am 29. November 2016.

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